Sonntag, 8. Februar 2015

Schnuppertag 2015 und was sich Kinder wünschen

Am gestrigen Tag, den 07.02.2015, fand der alljährliche Schnuppertag des Werner-Heisenberg-Gymnasiums statt.
Bei diesem Tag der offenen Tür haben Eltern, aber vor allem Grundschüler die Möglichkeit, unsere Schule zu besichtigen und einen Einblick in den Schulalltag zu bekommen. Dabei kann sich jedes Fach, aber auch jede Arbeitsgemeinschaft in einem eigenen Raum repräsentieren und den Kindern das Besondere daran vermitteln.
Somit waren wir selbstverständlich auch am Start, um den Besuchern zu zeigen, wie wichtig soziales Engagement an einer Schule ist. Wie wichtig es ist, da hinzusehen, wo andere wegsehen.
Um das umzusetzen, haben wir in unserem Saal bunte Zettel ausgelegt, auf die die Grundschüler, ihre Eltern, aber auch Schüler und Lehrer des WHGs ihre Wünsche und Erwartungen an die Zeit in dieser Schule niederschreiben konnten. Diese Zettel wurden anschließend für alle sichtbar mit Wäscheklammern an unserem „roten Faden“ aufgehängt, welcher quer durch das Zimmer gespannt war.

Nach dem Auswerten der Zettel war das Ergebnis eindeutig:
Der größte Wunsch der Kinder besteht darin, coole und nette Lehrer zu bekommen.
Meiner Meinung nach ist dies absolut berechtigt! Denn ist das Verhältnis zu einem Lehrer nicht gut, so wirkt sich das auch auf das Arbeitsverhalten und dementsprechend auch die Noten aus. Auch wenn Eltern gerne mal Dinge sagen wie „so einer wird dir im Leben immer wieder begegnen“ oder „es liegt an dir, was du lernst, nicht an deinem Lehrer“, so kann ich von meiner Seite doch mit Gewissheit sagen, dass dem nicht so ist. Natürlich muss man versuchen, sich mit der Situation zu arrangieren, jedoch kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass die manchmal an das Unmögliche grenzt. Deshalb ist für mich der Wunsch nach netten Lehrern, welcher insgesamt 46 mal geäußert wurde, sehr angebracht. Allerdings denke ich auch, dass es an unserer Schule hauptsächlich nette Lehrer gibt und die anderen bekommt man auch irgendwie gebändigt ;-)

Der zweitgrößte Wunsch sind viele nette Freunde und Mitschüler an der Schule zu finden. 38 Kinder wünschen sich eine nette Klasse, in der sie sich wohl fühlen und im Allgemeinen nette Mitschüler, die sie nicht mobben oder anderweitig fertig machen. Zudem wurde auch einige Male der Wunsch nach einem guten Arbeitsklima ohne Streit aufgeschrieben, welcher ja im Prinzip damit verbunden ist. Es gibt an jeder Schule Mitschüler, die mal meinen, sich auf eine Person stürzen zu müssen. Aber da muss man dann einfach drüber stehen, wobei einem gute Freunde, die man an unserer Schule definitiv finden kann, helfen werden.

Der drittgrößte Wunsch, den immerhin noch 27 Kinder geäußert haben, bezieht sich auf den Spaß: sie wollen alle ganz ganz viel davon! Und natürlich wollen sie das. Wer möchte denn keinen Spaß? Aber leider bedeutet Schule nicht immer nur Spaß. Wer es schafft, beides zu vereinen, hat es wahrscheinlich leichter. Jedoch muss man das auch erst mal schaffen. Ich hatte mal eine Lehrerin, die uns immer wieder gesagt hat, dass Schule keinen Spaß machen darf. Die Betonung liegt dabei auf dem „darf“. Was ich persönlich ziemlich utopisch finde. Denn wäre es tatsächlich so, würde doch kein Kind in die Schule gehen. Egal, ob es eine Schulpflicht gibt oder nicht. Das würde kein Mensch aushalten. Weder Schüler noch Lehrer! Zum Glück ist es aber nicht so. Spätestens die Pausen bringen dann jede Menge Spaß, wobei dieser doch meistens schon früher beginnt. Gerade in der Unterstufe schaffen es unsere Lehrer, den Kindern viele Sachverhalte auch mit Spaß zu vermitteln. Ob es durch Spiele, Experimente oder Exkursionen passiert, ist dabei nicht wichtig. Spaß muss es machen. Das ist die Hauptsache! Und das macht es auch! :-)

Neben diesen drei Wünschen, wurde noch häufig ein schöner, sauberer, großer Schulhof, sowie mehr Möglichkeiten zum Sport thematisiert.
Groß und sauber ist unser Schulhof auf jeden Fall. Aber schön? Ich denke, darüber lässt sich streiten. Die gewünschten Geräte zum spielen, wie z. B. ein Klettergerüst, können wir auch nicht bieten. Ebenso ein Fußballfeld, oder gar einfach nur die Erlaubnis, auf dem Pausenhof Fußball spielen zu dürfen. Dies ist vielleicht ein Punkt, an dem wir uns mit der Schulleitung zusammensetzen sollten, um das Pausenangebot gerade für unsere jüngeren Schüler zu verbessern. Allerdings können wir den erwarteten „cooleren“ Sportunterricht umsetzen. Denn auch wenn sich die Sportstunden nicht zeitlich erweitern lassen, so bietet unsere Sporthalle, sowie auch das Stadion, viele und auch coole Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen.
Zudem fanden wir auf den Zetteln auch oft den Wunsch nach wenig bis gar keinen Hausaufgaben. Wer wünscht sich das nicht? ;-)
Außerdem wünschen sich viele Kinder auch bunte, helle, selbstgestaltete Klassenräume. Diesen Wunsch haben sogar wir Schüler, die das WHG jetzt schon seit vielen Jahren besuchen. Denn gerade nach der Renovierung des Hauptgebäudes sind die Klassenräume komplett in weiß/orange gehalten. Dies ist meiner Meinung nach wenig farbenfroh und schafft auch nicht gerade die angenehmste Atmosphäre zum Arbeiten. Dies wäre eventuell auch ein Punkt, an dem unsere AG ansetzen könnte.

Zu den genannten Wünschen und Erwartungen haben Kinder, Eltern und Schüler noch Folgendes aufgeschrieben:

  • offener und respektvoller Umgang
  • viele Freiheiten an der Schule
  • Glück
  • eine schöne und angenehme Schulzeit 
  • tolle Fächer und interessante Fremdsprachen
  • mehr Religionsunterricht
  • viele Freistunden/Ferien
  • viele künstlerische Aktivitäten
  • moderne Gebäude/Einrichtung
  • leckeres Essen
  • 2 Wochen Obertauern :-)
  • Tür zum Oberstufenschulhof



Das waren alle Wünsche, die gestern an unserem roten Faden hingen. Wir bedanken uns bei allen, die mitgemacht haben und hoffen damit, den Aufenthalt an unserer Schule noch toller gestalten zu können. Denn denkt dran: es ist immer gut, da hinzusehen, wo andere wegsehen! :-)








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